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Leben, Reisen und Geniessen in China

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Yakmilch-Jogurth

Januar 27th, 2009

Gestern sind Frau Xie und ich in der südwestlichen Provinz Yunnan eingetroffen, wo wir uns ein paar Tage Ruhe gönnen. In Shanghai knallt und böllert es seit Beginn der Neujahrsferien am Samstag ununterbrochen, und obwohl auch hier in der Pampa gefeuerwerkt wird, ist es doch wesentlich ruhiger.

Nach einem Zwischenstop in der Hauptstadt Kunming sind wir am frühen Abend in Lijiang gelandet, einer kleinen Millionenstadt im Nordwesten der Provinz, die einst Mittelpunkt des Königreichs der Naxi war, einer ethnischen Minderheit, die auch heute noch prominent vertreten ist. Lijiang liegt nur wenig mehr als hundert Kilometer von den Grenzen zu Burma und Tibet entfernt, in den südlichen Ausläufern des Himalaya-Gebirges. Obwohl man immer noch in China ist, unterscheidet sich die Region in fast allem vom uns vertrauten Shanghai: Architektur, Essen, Kleidung, Transportmittel – alles ist uns fremd, dank der freundlichen Offenheit der Menschen aber dennoch seltsam vertraut.

Heute Morgen bummelten wir von unserem Hotel durch die neuen Bezirke in die berühmte Altstadt Lijiangs. Der Stadtkern ist wunderschön, und die touristische Verwertung hält sich gerade noch in erträglichem Rahmen, auch wenn wir Schlimmes befürchteten, als uns beim Betreten des Dorfplatzes „The Final Countdown“ der 80er-Jahre-Rocker Europe entgegenschmetterte, zu dem eine Trachtengruppe traditionelle Tänze vorführte.

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Und dann taten wir, was man in China stets tun sollte, wenn man sich an einem neuen Ort befindet, auf den man sich noch keinen Reim machen kann: Wir begannen zu essen.

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Klassiker Yunnans: Scharfe, ölige Reisnudeln mit Chili, Ingwer, Koriander und Rindfleisch.

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„Baba“, frittierte Mehlfladen mit Gemüse und Fleisch

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Frischer Honig, wird über dem offenen Feuer geröstet

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Katroffelspiesschen, die mit Chilipulver eingerieben werden

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Saurer Yakmilch-Jogurth (Hammer!)

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„Tsamba“, tibetische Gerstenküchlein mit Yakmilch-Käse

Morgen gehts weiter in den nordwestlichsten Zipfel der Provinz, nach Deqin („Shangri-La“), wo sich die umliegenden Berge bereits über 6000 Meter erheben.

Hoffentlich gibts da Yakmilch-Jogurth.

Tags: Allgemeines