Ich muss Ihnen gestehen, verehrte Leserschaft, ich habe da eine ganz kindische Eigenschaft. Ich schaue keine Filme, die ALLE gerade schauen, lese keine Bücher, die ALLE lesen und höre nur ungern Bands, die ALLE toll finden. Nicht, dass ich ein Eigenbrötler wäre, im Gegenteil, ich schwimme ganz gerne mit dem Strom, aber wann immer ein Hype zu gross wird, verwehre ich mich fast schon prinzipiell.
So ging es mir auch mit der Moganshan Lu, einem der bei Expats ach! so beliebten Kunstgalerienviertel Shanghais. Gerade weil jedermann meinte, das müsse man jetzt! aber! unbedingt! gesehen! haben!, hielt ich mich fern. Bis heute. Mit meiner ehemaligen Klassenkameradin Frau Shirin machte ich einen kleinen Ausflug in den Nordosten der Stadt, und muss gestehen, dass man die Moganshan Lu und ihre Galerien jetzt! aber! unbedingt! gesehen! haben! muss! Schon alleine das Quartier ist absolut sehenswert.
Leider hatte ich nur mein Handy dabei. Beim nächsten Mal nehme ich meine richtige Kamera mit. Versprochen.

Graffiti made in Shanghai: Da schlägt mein altes Räuberherz höher.


Frau Shirin und das Meer


Die Wut auf “Chai” (拆), das Schriftzeichen, das auf so mancher Häuserwand Shanghais prangt. Die Bedeutung: “Abreissen!”


Planet Shanghai

Kamera: Sony Ericsson K530c (2MP)





