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Zƒõnme le? (Part 4)

Februar 1st, 2008

Zeit, dass Sie wieder ein wenig Chinesisch lernen, liebe Leserinnen und Leser. Folgende Floskel werden Sie auch mit Sicherheit brauchen, wenn es Sie je hier rüber verschlägt: Wo ting bu dong! Wörtlich übersetzt: Ich hören, nicht verstehen.

Oder anders ausgedrückt: Ich kapiers nicht!

Es gibt Ausländer in Shanghai, die tingbudongen sich quasi durchs Leben, mein Ziel ist es, diesen Satz je länger desto seltener zu benützen.

Vor ein paar Tagen habe ich allerdings etwas gesehen, das ich sowas von ting bu dong, dass Sie mir helfen müssen.

Es geht um einen Spielfilm. Ich war letztens in einer Videothek, die selbst dem härtesten Torrent-Downloader das Wasser in die Augen treibt: Sämtliche TV-Serien gibt es da auf DVD, alle Staffeln einzeln und im Paket, dazu tausende Filme, von Holly- bis Bollywood, Dokumentationen, Cartoons, Sport und whatnot. Das Hollywood-Angebot war so aktuell, dass der freundliche junge Mann an der Kasse mir wahrscheinlich bereits hätte sagen können, welcher Film wie viele Oscars gewinnen wird. Leider konnte er kein Englisch.

Ich wählte rund zwei Dutzend Filme aus, und da ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, dass das Stück gerade einmal (Flüsterton) einen Franken kostet, unterzog ich rund die Hälfte davon einer genaueren Betrachtung. Will ich den wirklich sehen? Und den hier? Ja, gut, Heath Ledger ist tot, aber trotzdem…

Bei „Atonement“, der Verfilmung eines ziemlich guten Buches von Ian McEwan schwankte ich hin und her, und wie ich die Hülle so in meiner Hand drehe, fällt mein Blick auf die fett gedruckte Rezension auf der Rückseite. Das kennt man ja. „Two Thumbs Up!“ jubeln da jeweils Ebert & Roeper (wer sind die Typen eigentlich?), „Spectacular!“, findet die „Denver Post“ (oder sonst ein Käseblatt).

Nicht auf der China-Version von „Atonement“. Da steht:

So richtig „Riger Ebertmcgucago!“ findet die Sun-Times (vielleicht war es auch die Guardian-Post?) den Film. Für mich war damit natürlich klar, dass ich den Streifen sehen musste.

Nichtsdestotrotz die Frage an Sie, liebe Leserinnen und Leser: Was zum Raubkopierer heisst denn bitteschön „Riger Ebertmcgucago!“?

Für die originellste Antwort winkt wie gehabt* ein Geschenk vom legendären Crazy-Chinablog-Gabentisch. (Dass ich jetzt nicht jedes Mal darauf hinweise, dass die Idee vom runden Leder geklaut ist, habe ich ja bereits erwähnt, oder?)

Kommentarschluss ist Sonntag, 3.2.2008 um 12:00 Uhr MEWZ. Der Gewinner oder die Gewinnerin wird am Montag bekanntgegeben, der Preis wird frei Haus geliefert.

Viel Glück und viel Spass!

*Keine Ahnung, wie man Zƒõnme le? spielt? Dann lesen Sie hier und hier und hier.)

Tags: Zenme le?