Sie müssen entschuldigen, liebe Leserinnen und Leser, aber im Moment habe ich echt Mühe, hier zum Courant Normal zurückzukehren.
Andererseits kann ich zum Erdbeben nicht mehr sagen, als schon gesagt ist. Ich musste in den vergangenen Stunden viel Auskunft geben über das Unglück, auch wenn ich nicht mehr darüber weiss, als Sie. Klar, ich befinde mich in China, aber das Erdbebengebiet ist 1600 Kilometer weit weg. Klar, die Betroffenheit ist gross hier, aber das ist sie wohl überall. Und erschwerend kommt hinzu, dass ich im Moment halt eben doch mehr Student bin als Journalist, und schlicht keine Zeit habe, über das persönlich Erlebte hinaus zu recherchieren.
Aus diesem Grund mache ich heute Pause, lasse ein wenig Luft hier stehen, und berichte dann morgen wieder von meinem Leben als ahnungsloser laowai in China. Danke für Ihr Verständnis.
EDIT 12:50 Uhr: Ganz ein anderes Bild heute auf den Strassen Shanghais. Überall sind Spendensammlungen im Gang, auch direkt bei uns vor dem Haus hat die Managementfirma unseres Gebäudes einen Tisch mit Plakat und Spendenkasse aufgebaut, ausserdem bekomme ich per SMS diverse Einladungen zu Benefizveranstaltungen, sogar ein Benefiz-Pokerturnier ist darunter. Da kann ich fast nicht nein sagen.
Bisher kann man von hier aus nicht viel mehr tun, als Geld und Blut spenden, wie ich erfahren habe, gibt es heute in Shanghai eine erste grosse Blutspendeaktion, und falls Sie zu meinen Leserinnen und Lesern aus Shanghai gehören, dann kommen Sie doch heute auch zum Portman Hotel. Mehr Infos dazu gibts hier.
EDIT 17:42 Falls Sie sich für Erlebnisberichte aus den Erdbebengebieten interessieren, empfehle ich Ihnen das China-Journal des Wall Street Journal, das mit mehreren Reportern vor Ort ist. Ausserdem gibt es auf Youtube einen Beitrag von Al-Jazeera aus Dujiangyan.





