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Leben, Reisen und Geniessen in China

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Guten Morgen!

November 26th, 2008

Wie Sie als aufmerksame Leserinnen und Leser dieses Blogs ja wissen, besitze ich seit Juni ein Elektro-Motorrad. Ein äusserst praktisches Gerät für Kurzstrecken, trägt es einen mit voll aufgeladener Batterie doch bis zu 65 Kilometer weit, und das mit stolzen 35 Sachen. Oder 25. Oder 15. Oder 7…3…7…3…7…3… je nach Zustand des Akkus.

Ich benutze meinen Töff in erster Linie für den Weg zur Uni. Die Fahrt dauert rund zehn Minuten und ist eigentlich ganz unterhaltsam, wäre da nicht die Tatsache, dass ich meine Lunge während dieser kurzen Zeit mit mehr Dreck fülle als zu meinen besten Rauchertagen (und die waren ziemlich gut, glauben Sie mir). Ich kann den Dreck förmlich auf der Zunge schmecken, auch die Augenwinkel und die Nasenlöcher zeugen davon, und als ich in den letzten Wochen stets mit einem kräftigen Stechen auf dem linken Lungenflügel aufgewacht bin, entschloss ich mich zu einem weiteren entscheidenden Schritt meiner unaufhaltsamen soziokulturellen Sinisierung: Ich kaufte eine Gesichtsmaske.

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Gesichtsmasken trägt man hier im Gegensatz zu meiner Heimatstadt, wo sie nur im Rahmen von Fussballspielen zum Einsatz kommen, fast überall: Im Supermarkt, im Bus, in der Schule, und eben: auf dem Töff. Die Frage, ob die Masken der Eingrenzung eigener oder der Abwehr fremder Keime dienen, konnte ich nicht restlos klären, es scheint dahingehend verschiedene Definitionen zu geben.

Wie meine Gesichtsmaske zum Einsatz kommt, sei anhand eines kleinen Demonstrationsvideos gezeigt, das ich heute Morgen sehr spontan mit dem Handy aufgenommen habe.Musik: Panjabi MC – „Stop What You’re Doing (Chan Varga)“ (Instrumental)

Tags: Allgemeines