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Eier, gekocht

Januar 24th, 2008

Jetzt mal ehrlich, liebe Leserinnen und Leser. Würden Sie hier zugreifen?

Ich meine, die guten Eier sehen schon etwas angekokelt aus. Nicht mehr ganz frisch zumindest. Etwas dunkel am Rand. Oder?

Nun, ich habs getan. Lokale Spezialitäten soll man schliesslich probieren, und Eier in Tee gehören zu Shanghai wie Verkehrspolizisten, WatchBagDividi-Verkäufer und hupende Taxifahrer. An mancher Strassenecke, und neben fast jeder Supermarktkasse (im Laden drin, ja) köcheln die Dinger vor sich hin, die Schale zerbrochen, damit die Flüssigkeit schön einzieht, in einem Sud aus Schwarztee, Sojasauce und Salz.

Schneidet man sie auf, kommt eben diese dunkle Marmorierung zum Vorschein, die den Eindruck erweckt, als habe einer das Ei vorletzte Ostern besonders gut versteckt.

Wie’s schmeckt? Ziemlich gut, eigentlich. Ein eher harmloses Geschmackserlebnis, das dem respekteinflössenden Äusseren etwas zuwiderläuft. Der typische Ei-Geschmack bleibt erhalten, Tee und (insbesondere) Sojasauce verleihen einen salzigen, würzigen Beigeschmack. Ein süss gewürztes Ei wäre für unsere Gaumen sicherlich befremdender.

Oder eins, das vorletzte Ostern vergessen ging.

Tags: Allgemeines · Essen